Amiga 500

Hersteller:

Dynamic Content Image

Commodore International Ltd.

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Der Amiga 500 war ein technisches Meisterwerk seiner Zeit und schlug den Hauptkonkurrenten Atari ST im Bereich der Multimedia-Leistung deutlich.

  • Das All-in-One-Design: Wie schon der C64 war der A500 ein Tastaturcomputer. Das 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk war direkt auf der rechten Gehäuseseite fest integriert.

  • Die Custom-Chips: Das Geheimnis des Amiga waren seine drei spezialisierten Co-Prozessoren (Agnes, Denise und Paula). Sie nahmen dem Hauptprozessor (Motorola 68000 mit 7,09 MHz) die Arbeit ab. Dadurch konnte der Amiga flüssiges Hardware-Scrolling, bis zu 4096 Farben gleichzeitig (im HAM-Modus) und revolutionären 4-Kanal-Stereosound in CD-ähnlicher Qualität darstellen.

  • Das Betriebssystem: Mit AmigaOS (bestehend aus Kickstart im ROM und der grafischen Oberfläche Workbench auf Diskette) besaß der A500 bereits 1987 ein echtes präemptives Multitasking-Betriebssystem. Nutzer konnten mehrere Programme gleichzeitig ausführen – ein Feature, das PCs erst viele Jahre später fehlerfrei beherrschten.

  • Die Spiele-Plattform: Obwohl er als vollwertiger Arbeitscomputer (für Textverarbeitung oder professionelle Musikprogramme wie C-Lab Creator) konzipiert war, ging der A500 als die ultimative Gaming-Maschine in die Geschichte ein. Klassiker wie The Secret of Monkey Island, Turrican II, Sensible World of Soccer oder The Chaos Engine prägten eine ganze Generation von Spielern.

Technische Daten:

Prozessor:

Motorola 68000

Taktrate:

8

MHz

Architektur:

16 bit

Arbeitsspeicher:

512

kiB

Gewicht:

3.1

kg

Abmaße (Grundgerät):

62 x 431 x 335 mm

Herstellungszeitraum:

1987 - 1991

Einführungspreis:

DM

1298.00

Schnittstellen:

  • VIDEO (23-polig D-Sub, männlich): Der primäre RGB-Videoausgang. Hierüber wurde der Amiga mit einem originalen Commodore-Monitor (z. B. 1084) oder dem damals beiliegenden TV-Modulator (A520) für den Fernseher verbunden.

  • MONO (Cinch/RCA): Ein separater Video-Ausgang, der ein Schwarz-Weiß-FBAS-Videosignal ausgibt.

  • AUDIO L / R (2x Cinch/RCA): Die Ausgänge für den 4-Kanal-Stereosound zum Anschluss an eine Stereoanlage oder Aktivlautsprecher.

  • DISK DRIVE (23-polig D-Sub, weiblich): Zum Anschluss von bis zu drei externen 3,5-Zoll- oder 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerken.

  • SERIAL (25-polig D-Sub, männlich): Eine standardisierte RS-232-Schnittstelle [1] für Modems (wie das ELSA MicroLink), serielle Drucker oder zur Direktverbindung mit einem PC (Nullmodem-Kabel).

  • PARALLEL (25-polig D-Sub, weiblich): Ein Centronics-kompatibler Parallelport, der primär für den Anschluss von Druckern gedacht war (im Gegensatz zum C64 war hier kein Interface mehr nötig).

  • JOYSTICK / MOUSE (2x 9-polig D-Sub, männlich): Die beiden Control-Ports. Port 1 (links) war standardmäßig für die Amiga Tank Mouse reserviert, Port 2 (rechts) für digitale Joysticks (z. B. Competition Pro) oder Joypads.

  • POWER (5-polig quadratischer DIN-Stecker): Der Anschluss für das externe Commodore-Netzteil (+5V, +12V, -12V).

  • Expansion Slot (Links): Ein 86-poliger seitlicher Erweiterungsbus (direkt mit der CPU verbunden). Hier wurden meist Festplatten (z. B. die Commodore A590 oder GVP Impact) oder frühe Turbokarten angesteckt.

  • Trapdoor Slot (Unterseite): Ein interner Steckplatz unter einer Plastikklappe. Er war speziell für die extrem populäre 512-KB-Speichererweiterung (Commodore A501) gedacht, die das System auf insgesamt 1 Megabyte RAM aufrüstete und oft eine batteriegepufferte Echtzeituhr enthielt.

Kompatible Hard- und Software

Keine kompatiblen Diskettenlaufwerke in der Sammlung gefunden.

Keine kompatiblen optischen Laufwerke in der Sammlung gefunden.

Keine kompatiblen Bandlaufwerke in der Sammlung gefunden.

Keine kompatiblen sonstigen Laufwerke in der Sammlung gefunden.