C128D

Hersteller:

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Commodore International Ltd.

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Der Commodore 128D ist die erste Desktop-Variante des C128. Er wurde noch im selben Jahr wie der Flachrechner (Ende 1985) auf den Markt gebracht – primär für den europäischen Markt. Das Gerät sollte im professionellen Bürosegment gegen IBM-PCs und den Apple II antreten.

Tragegriff & Tastaturfach: An der linken Gehäuseseite besitzt das Gerät einen ausklappbaren Tragegriff aus Kunststoff. Auf der Unterseite befinden sich ausklappbare Füße, um Platz zu schaffen, damit die separate Tastatur bei Nichtgebrauch unter den Computer geschoben werden kann.

Lüfter: Auf der Rückseite ist ein aktiver, oft recht lauter Netzteillüfter verbaut, da das interne Netzteil im geschlossenen Blechgehäuse viel Wärme entwickelt.

Im Gegensatz zum Flachrechner ist beim C128D ein vollwertiges 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerk direkt in die Front integriert.

  • Es handelt sich intern um eine komplette, eigenständige Commodore 1571-Platine inklusive eigener CPU (MOS 6502) und eigenem ROM.

  • Das Laufwerk beherrscht den schnellen Burst-Modus des C128, liest doppelseitige Disketten (340 KB) und kann im CP/M-Modus sogar fremde Disktenformate (wie MFM-Formate von IBM oder Kaypro) fehlerfrei lesen.

  • Die Tastatur ist nicht fest verbaut, sondern extern über ein langes, spiralförmiges Kabel mit einem 25-poligen D-Sub-Stecker an der Vorderseite des Gehäuses angeschlossen. Da das Tastaturlayout im Vergleich zum C64 stark erweitert wurde (eigener Ziffernblock, separate Cursortasten, ESC, ALT, TAB), schaltete der C128D diese Extratasten im C64-Modus einfach ab, um eine 100%ige C64-Kompatibilität zu gewährleisten.

  • Für den professionellen 80-Zeichen-Modus (RGBI-Ausgang) besitzt der originale C128D, genau wie der Ur-C128, standardmäßig nur 16 KB Videospeicher (VDC-RAM).

    • Dies reichte zwar perfekt für Textverarbeitung, schränkte aber hochauflösende Grafiken im 80-Zeichen-Modus stark ein.

    • Bastler mussten diesen Speicher damals mühsam auf 64 KB aufrüsten (was beim späteren DCR-Modell ab Werk verbaut war).

Technische Daten:

Prozessor:

MOS 8502 / Zilog Z80A

Taktrate:

Architektur:

8 bit

Arbeitsspeicher:

128

kiB

Gewicht:

5.8

kg

Abmaße (Grundgerät):

431 × 325 × 110 mm

Herstellungszeitraum:

1985 - 1987

Einführungspreis:

DM

1200.00

Schnittstellen:

Der C128D vereint fast alle Anschlüsse des C64 auf der Rückseite, verlagert jedoch die Tastatur nach vorne und verzichtet auf den quadratischen Stromstecker, da das Netzteil intern verbaut ist. [1]

  • Keyboard Port: 25-polige D-Sub-Buchse zum Anschluss der externen Tastatur über ein Spiralkabel.

  • Control Port 1 & 2: Zwei 9-polige D-Sub-Stecker für Joysticks und Mäuse (Port 1 liegt direkt neben dem Powerschalter).

  • Expansion Port: 44-poliger Modulschacht (100 % C64-kompatibel).

  • Cassette Port: 12-poliger Platinenstecker für die C64-Datasette.

  • User Port: 24-poliger Platinenstecker für Modems und Centronics-Interfaces.

  • Serial Port (IEC-Bus): Runder, 6-poliger DIN-Anschluss zum Anschluss weiterer externer Laufwerke (z. B. 1541 oder 1581) per Daisy-Chaining.

  • 40-Zeichen-Videoausgang: Runder, 8-poliger DIN-Anschluss für FBAS- und S-Video-Signale (C64-Modus / VIC-II-Chip).

  • RGBI-Videoausgang (80 Zeichen): 9-poliger D-Sub-Anschluss für messerscharfe Text- und Farbgrafikdarstellung auf professionellen RGB-Monitoren (VDC-Chip mit standardmäßig 16 KB VDC-RAM).

  • RF-Modulator: Klassische Cinch-Buchse für den Fernseher (nur im 40-Zeichen-Modus aktiv).

  • Stromanschluss: Eine Standard-Kaltgerätebuchse (230V AC), da das Netzteil inklusive des lauten Lüfters fest im Gehäuse integriert ist