C128

Hersteller:

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Commodore International Ltd.

Der Commodore 128 (C128) war der letzte und leistungsfähigste 8-Bit-Heimcomputer von Commodore. Er wurde als „Drei-In-Eins“-Computer konzipiert, der den C64-Modus, einen neuen 128-KB-Modus mit 80-Zeichen-Anzeige und den CP/M-Modus in einem Gerät vereinte.

Der C128 besaß eine für damalige Verhältnisse einzigartige Multi-Prozessor-Architektur mit zwei vollwertigen Hauptprozessoren:

  • MOS 8502 (8-Bit-CPU): Der eigentliche Hauptprozessor für den C128- und C64-Modus. Er ist voll abwärtskompatibel zum legendären 6510 des C64, kann jedoch im reinen C128-Modus (bei abgeschaltetem 40-Zeichen-Grafikchip) mit einer Taktfrequenz von 2 MHz betrieben werden (doppelt so schnell wie der C64).

  • Zilog Z80A (8-Bit-CPU): Dieser Prozessor läuft mit einer Taktfrequenz von 4 MHz. Er dient exakt zwei Aufgaben: Beim Einschalten steuert er den Boot-Vorgang des Computers und im laufenden Betrieb ermöglicht er die Ausführung des professionellen Betriebssystems CP/M für Büroanwendungen.

Technische Daten:

Prozessor:

MOS 8502 / Zilog Z80A

Taktrate:

Architektur:

8 bit

Arbeitsspeicher:

128

kiB

Gewicht:

2.5

kg

Abmaße (Grundgerät):

430 × 325 × 60 mm

Herstellungszeitraum:

1985 - 1989

Einführungspreis:

DM

800.00

Schnittstellen:

Der C128 gilt als der anschlussfreudigste Commodore-Rechner, da er die alten C64-Anschlüsse mit modernen Büro-Standards kombinierte:

  • Power Connector: Runder, quadratischer 5-poliger Spezialstecker (DB5-Form) für das externe, schwere Netzteil (+5V DC, +12V DC, 9V AC).

  • Expansion Port & User Port: Elektrisch und mechanisch absolut identisch zum C64 (für C64-Module, Modems und Erweiterungskarten).

  • Cassette Port: 12-poliger Platinenstecker (Edge Connector) für die originale C64-Datasette (1530).

  • Control Port 1 & 2: Zwei 9-polige D-Sub-Stecker für Standard-Joysticks und Mäuse (1351).

  • Serial Port (IEC-Bus): Runder, 6-poliger DIN-Anschluss für Standard-Laufwerke (1541/1571) und Drucker. Im C128-Modus unterstützt dieser Port einen extrem schnellen „Burst-Modus“ zur Datenübertragung.

  • 40-Zeichen-Videoausgang: Runder, 8-poliger DIN-Anschluss (identisch zum C64C) für FBAS- und S-Video-Signale (VIC-II-Grafikchip).

  • RGBI-Videoausgang (80 Zeichen): Ein 9-poliger D-Sub-Ausgang (DB9). Dieser liefert das scharfe RGBI-Signal des VDC-Grafikchips (80 Spalten Text- und Grafikmodus) für professionelle Monitore (z. B. Commodore 1902) oder CGA-Bildschirme.

  • RF-Modulator: Klassische Cinch-Buchse für den Antennenanschluss am Fernseher (nur 40-Zeichen-Modus).