plus/4
Hersteller:

Commodore International Ltd.

Der Commodore plus/4 präsentiert sich in einem eleganten, flachen und anthrazitfarbenen Gehäuse, das optisch stark an professionelle Schreibmaschinen oder frühe PCs erinnert. Seinen Namen „plus/4“ verdankt er vier integrierten Software-Anwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank und ein Grafikprogramm), die fest im ROM verbaut sind und nach dem Einschalten über vier auffällige, quadratische Funktionstasten direkt oberhalb der Tastatur aufgerufen werden können. Eine tiefrote LED rechts oben signalisiert den Betrieb.
Beim Starten begrüßt der plus/4 den Nutzer mit einem markanten, hellblauen Bildschirm und der Meldung COMMODORE BASIC V3.5 60671 BYTES FREE. Das verbaute BASIC 3.5 war dem alten C64-BASIC meilenweit überlegen und bot endlich direkte Befehle für Grafik und Sound. Das größte Manko des Computers war jedoch der verbaute TED-Chip: Er konnte zwar theoretisch 121 Farben gleichzeitig darstellen (deutlich mehr als der C64), besaß aber keine Hardware-Sprites für Spiele und erzeugte einen akustisch sehr schwachen Zwei-Kanal-Ton.
Technische Daten:
Prozessor:
MOS 8501
Taktrate:
0.883
MHz
Architektur:
8 bit
Arbeitsspeicher:
64
kiB
Gewicht:
1.0
kg
Abmaße (Grundgerät):
335 x 200 x 65 mm
Herstellungszeitraum:
1984 - 1986
Einführungspreis:
DM
1300.00
Schnittstellen:
-
Power Connector (Stromanschluss): Eine Hohlstift-Buchse (DC-Buchse, 5,5 mm Außen- / 2,1 mm Innendurchmesser). Im Gegensatz zum C64 benötigt der C16 nur eine einzige Spannung: 9,5 Volt Gleichstrom (DC) mit mindestens 800 mA. Wichtige Besonderheit: Der Stecker ist polungsinvertiert (Außenkontakt ist PLUS, Innenkontakt ist MINUS). Ein falsches Netzteil zerstört den Computer sofort.
- Joy 1 & Joy 2 (Joystick-Anschlüsse): Zwei 8-polige Mini-DIN-Buchsen. Dies war eine der umstrittensten Änderungen von Commodore: Die weit verbreiteten Standard-Joysticks mit 9-poligem D-Sub-Stecker (wie vom C64 oder Atari) passten hier ohne speziellen Adapter nicht hinein. Commodore verkaufte dafür eigene Joysticks (Modell T-134).
- Expansion Port (Modulschacht): Eine 50-polige Platinenstecker-Schnittstelle (Edge Connector). Dieser Steckplatz ist kleiner als der des C64 und elektrisch inkompatibel. Er dient zum Anschluss von Software-Modulen oder der wichtigen Speichererweiterung auf 64 KB.
- Cassette Port (Datasette): Eine 7-polige Mini-DIN-Buchsen. Auch hier brach Commodore mit dem alten Standard: Die klassische Datasette 1530 des C64 passte nicht. Stattdessen benötigte man die mechanisch identische, aber mit passendem Stecker ausgestattete Datasette 1531.
- Serial Port (IEC-Bus): Ein runder, 6-poliger DIN-Anschluss. Dies ist die einzige Datenschnittstelle, die absolut identisch zum C64 geblieben ist. Hierüber werden Standard-Diskettenlaufwerke (wie die 1541, 1570 oder 1571) und Drucker seriell angeschlossen.
- Audio-/Video-Ausgang: Ein runder, 8-poliger DIN-Anschluss (DIN 8, 270 Grad). Er entspricht exakt der Belegung des C64C und liefert neben dem Monosound sowohl ein Composite-Videosignal (FBAS) als auch getrennte Signale für Helligkeit und Farbe (S-Video/Chroma-Luma) für optimale Bildqualität.
- RF-Modulator (Antennenbuchse): Eine klassische Cinch-Buchse (RCA) zur direkten Ausgabe des Bildes auf den analogen Antennenkanal eines Fernsehers.
- User Port: Eine 24-polige Platinenstecker-Schnittstelle. Im Gegensatz zum C16 ist dieser Port beim plus/4 vorhanden. Er liefert eine RS-232-Schnittstelle für Modems, unterscheidet sich elektrisch jedoch vom C64 User Port.
Kompatible Hard- und Software
- Festplatten
- Diskettenlaufwerke
- Opt. Laufwerke
- Bandlaufwerke
- Sonst. Laufwerke
- Drucker
- Zubehör
- Software







































