C64
Hersteller:

Commodore International Ltd.

Der originale Commodore 64 ist der mit Abstand meistverkaufte Heimcomputer der Welt. Sein markantes, dickbäuchiges Gehäuse aus braun-grauem Kunststoff brachte ihm schnell den liebevollen Spitznamen „Brotkasten“ ein. Ergänzt wird das zeitlose Design durch eine klobige Tastatur mit dunkelbraunen Tasten und vier auffälligen, grauen Funktionstasten auf der rechten Seite. An der Front signalisiert eine tiefrote LED-Leuchte die Betriebsbereitschaft.
Nach dem Einschalten begrüßt den Nutzer der damals revolutionäre, blau-violette Startbildschirm mit der Meldung 64K RAM SYSTEM 38911 BASIC BYTES FREE. Der C64 verdankt seinen legendären Status vor allem zwei Spezialchips aus dem Hause MOS: Dem Grafikchip VIC-II, der flüssiges Hardware-Scrolling und farbenfrohe Sprites auf den Bildschirm zauberte, sowie dem unerreichten Synthesizer-Soundchip SID, dessen markante 3-Kanal-Klänge den Soundtrack einer ganzen Generation von Programmierern und Spielern prägten.
In der europäischen PAL-Version schlägt das Herz des C64 mit sehr bescheidenen 0,985 MHz (in der US-NTSC-Version mit 1,023 MHz).
Technische Daten:
Prozessor:
MOS 6510
Taktrate:
0.985249
MHz
Architektur:
8 bit
Arbeitsspeicher:
64
kiB
Gewicht:
1.82
kg
Abmaße (Grundgerät):
420 × 208 × 90 mm
Herstellungszeitraum:
1982 - 1986
Einführungspreis:
DM
1495.00
Schnittstellen:
- Power Connector (Stromanschluss): Ein runder, 7-poliger DIN-Anschluss (DIN 7, 270 Grad). Er liefert zwei Spannungen: 5V Gleichstrom (DC) für die Chips und 9V Wechselstrom (AC), die unter anderem für die interne Uhr und den Soundchip (SID) benötigt werden.
- Control Port 1 & 2 (Joystick-Anschlüsse): Zwei 9-polige D-Sub-Stecker (DB9, männlich). Sie dienen zum Anschluss von Joysticks, Paddles oder der Commodore-Maus (1351). Port 2 ist der Standardanschluss für die meisten Spiele.
- Expansion Port (Modulschacht): Eine breite 44-polige Platinenstecker-Schnittstelle (Edge Connector). Hier werden Spielemodule, RAM-Erweiterungen (REU) oder moderne Hardware wie das Kung Fu Flash eingesteckt. Er bietet direkten Zugriff auf den Daten- und Adressbus des Prozessors.
- Cassette Port (Datasette): Ein spezieller, 12-poliger Platinenstecker (Edge Connector, einseitig kontaktiert). Er dient ausschließlich dem Anschluss des Commodore-Kassettenlaufwerks (Datasette 1530).
- Serial Port (IEC-Bus): Ein runder, 6-poliger DIN-Anschluss. Dies ist die serielle Schnittstelle zum Anschluss von Diskettenlaufwerken (wie der 1541-II oder 1571) und Druckern (wie dem MPS 801). Geräte können hier per „Daisy-Chaining“ hintereinandergeschaltet werden.
- Audio-/Video-Ausgang: Ein runder, 8-poliger DIN-Anschluss (DIN 8, 270 Grad). Er gibt das Bild- und Tonsignal aus. Er liefert sowohl ein zusammengesetztes Videosignal (Composite/FBAS) als auch getrennte Signale für Helligkeit und Farbe (S-Video/Chroma-Luma) für eine deutlich bessere Bildqualität an Commodore-Monitoren (z. B. 1084).
- RF-Modulator (Antennenbuchse): Eine klassische Cinch-Buchse (RCA). Darüber wurde der C64C über ein Antennenkabel direkt an den analogen TV-Tuner eines alten Fernsehers angeschlossen (Kanal 3 oder 4). Die Bildqualität ist hierbei am schlechtesten.
- User Port: Eine 24-polige Platinenstecker-Schnittstelle (Edge Connector). Dies ist eine frei programmierbare E/A-Schnittstelle (über den CIA-Chip), die damals für Modems, Centronics-Druckeradapter oder Relais-Steuerungen genutzt wurde.
Kompatible Hard- und Software
- Festplatten
- Diskettenlaufwerke
- Opt. Laufwerke
- Bandlaufwerke
- Sonst. Laufwerke
- Drucker
- Zubehör
- Software
































































