C64C
Hersteller:

Commodore International Ltd.

Der Commodore C64C (in Deutschland oft als C64 II bezeichnet) erschien 1986 als optisch und technisch modernisierte Neuauflage des klassischen C64.
Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
- Neues Design: Das Gehäuse wurde deutlich flacher und moderner gestaltet, orientiert am Design des Commodore C128.
- Überarbeitete Hardware: Im Inneren kam eine kleinere Hauptplatine zum Einsatz. Viele Chips wurden durch stromsparende HMOS-Varianten ersetzt, darunter der Prozessor (MOS 8500 statt 6510).
- Sound-Chip (SID): Der C64C nutzt meist den neueren SID 8580. Dieser klingt etwas sauberer als der alte 6581, was von Puristen aufgrund kleinerer klanglicher Unterschiede oft diskutiert wird.
- Kompatibilität: Trotz der Hardware-Änderungen blieb der Rechner fast zu 100 % kompatibel zur Software des ursprünglichen "Brotkasten"-Modells.
- Software-Bundles: Oft wurde der Rechner zusammen mit dem grafischen Betriebssystem GEOS ausgeliefert, was den modernen Anspruch des Systems unterstrich.
Fazit: Der C64C war Commodores Versuch, die Produktionskosten zu senken und den Erfolg des C64 durch ein zeitgemäßeres Äußeres in die späten 80er Jahre zu retten.
Technische Daten:
Prozessor:
CMOS 6510
Taktrate:
0.985249
MHz
Architektur:
8 bit
Arbeitsspeicher:
64
kiB
Gewicht:
1.71
kg
Abmaße (Grundgerät):
414 × 243 × 59 mm
Herstellungszeitraum:
1986 - 1992
Einführungspreis:
DM
398.00
Schnittstellen:
- Power Connector (Stromanschluss): Ein runder, 7-poliger DIN-Anschluss (DIN 7, 270 Grad). Er liefert zwei Spannungen: 5V Gleichstrom (DC) für die Chips und 9V Wechselstrom (AC), die unter anderem für die interne Uhr und den Soundchip (SID) benötigt werden.
- Control Port 1 & 2 (Joystick-Anschlüsse): Zwei 9-polige D-Sub-Stecker (DB9, männlich). Sie dienen zum Anschluss von Joysticks, Paddles oder der Commodore-Maus (1351). Port 2 ist der Standardanschluss für die meisten Spiele.
- Expansion Port (Modulschacht): Eine breite 44-polige Platinenstecker-Schnittstelle (Edge Connector). Hier werden Spielemodule, RAM-Erweiterungen (REU) oder moderne Hardware wie das Kung Fu Flash eingesteckt. Er bietet direkten Zugriff auf den Daten- und Adressbus des Prozessors.
- Cassette Port (Datasette): Ein spezieller, 12-poliger Platinenstecker (Edge Connector, einseitig kontaktiert). Er dient ausschließlich dem Anschluss des Commodore-Kassettenlaufwerks (Datasette 1530).
- Serial Port (IEC-Bus): Ein runder, 6-poliger DIN-Anschluss. Dies ist die serielle Schnittstelle zum Anschluss von Diskettenlaufwerken (wie der 1541-II oder 1571) und Druckern (wie dem MPS 801). Geräte können hier per „Daisy-Chaining“ hintereinandergeschaltet werden.
- Audio-/Video-Ausgang: Ein runder, 8-poliger DIN-Anschluss (DIN 8, 270 Grad). Er gibt das Bild- und Tonsignal aus. Er liefert sowohl ein zusammengesetztes Videosignal (Composite/FBAS) als auch getrennte Signale für Helligkeit und Farbe (S-Video/Chroma-Luma) für eine deutlich bessere Bildqualität an Commodore-Monitoren (z. B. 1084).
- RF-Modulator (Antennenbuchse): Eine klassische Cinch-Buchse (RCA). Darüber wurde der C64C über ein Antennenkabel direkt an den analogen TV-Tuner eines alten Fernsehers angeschlossen (Kanal 3 oder 4). Die Bildqualität ist hierbei am schlechtesten.
- User Port: Eine 24-polige Platinenstecker-Schnittstelle (Edge Connector). Dies ist eine frei programmierbare E/A-Schnittstelle (über den CIA-Chip), die damals für Modems, Centronics-Druckeradapter oder Relais-Steuerungen genutzt wurde.
Kompatible Hard- und Software
- Festplatten
- Diskettenlaufwerke
- Opt. Laufwerke
- Bandlaufwerke
- Sonst. Laufwerke
- Drucker
- Zubehör
- Software



































































