CSS1

Hersteller:

Computer Studio Springmann

Art des Zubehörs:

Eprom Writer

Der Springmann EPROM Programmer st eine bekannte historische Erweiterungskarte für den Apple II, die im europäischen Raum – insbesondere in Deutschland – eine bedeutende Rolle für Bastler und Entwickler spielte. Entwickelt und vertrieben wurde das System ab Anfang der 1980er Jahre von dem deutschen Ingenieurbüro Ing. Rolf Springmann (Computer Studio Springmann).

Der Programmierer wurde über eine passende Begleit-Diskette betrieben, die meist ein in Applesoft BASIC geschriebenes Menü-Programm sowie maschinennah geschriebene Brenn- und Ausleseroutinen enthielt.

In der europäischen Apple-II-Szene war die Karte ein absoluter Kult-Klassiker, um eigene ROM-Modifikationen (wie deutsche Zeichensätze oder alternative Einschalt-Monitor-Firmwares) zu brennen, bevor universelle externe Programmiergeräte über die serielle oder parallele Schnittstelle den Markt übernahmen.

Technische Daten

Anschluß:

Apple II Bus

Layout:

Eprom Writer

option-1

Herstellerbezeichnung:

CSS1

Intern/Extern:

Intern

Baujahr:

1981 - 1983

Einführungspreis:

DM

150.00

  • Der klassische Springmann-Prommer:
    In den frühen Tagen des Apple II und II+ war die Karte in Europa sehr weit verbreitet. Sie unterstützte standardmäßig die damals üblichen 24-Pin-EPROMs wie den 2708 (welcher noch drei verschiedene Spannungen benötigte), den 2716 und den 2732. Da das Gerät ursprünglich nur für 24-Pin-Sockel ausgelegt war, konnte es ohne tiefgreifende Modifikationen nicht für spätere 28-Pin-Bausteine (wie den 2764) genutzt werden.

  • Die Bastel-Philosophie (DIY):
    Typisch für die damalige Zeit wurde das Gerät oft mit Fokus auf Heimwerker ausgeliefert. Im Lieferumfang war beispielsweise häufig nur ein Adapter-Stecker für den EPROM-Typ 2708 enthalten. Die passenden Steckerverbindungen und Jumper für die Typen 2716 und 2732 mussten sich die Nutzer nach Anleitung selbst zusammenlöten. Manche Varianten besaten einen Nullkraftsockel (ZIF), bei dem ungenutzte Pins bei kleineren Bausteinen teils mechanisch blockiert waren.

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  • Konfiguration per DIY-Jumper:
    Die Auswahl des EPROM-Typs erfolgte beim Springmann-System nicht über einen klassischen DIP-Schalter, sondern über einen selbstgebauten Konfigurations-Stecker (oft aus einem IC-Sockel und feinen Drähten gelötet), der je nach EPROM-Typ in einen dafür vorgesehenen Sockel neben dem Brennsockel gesteckt werden musste.