Logimouse C7
Hersteller:

Logitech SA
Art des Zubehörs:
Mouse

Die Logitech Logimouse C7 (oft einfach Logitech C7 genannt) ist ein echter Meilenstein der Computergeschichte und gilt als die Maus, die Logitech in den 1980er Jahren den Durchbruch auf dem PC-Massenmarkt beschert hat. Sie erschien im Jahr 1985.
Was bedeuten die Bezeichnungen?
- C7: Die Modellreihe. Es war die siebte Maus-Generation von Logitech, aber die erste, die komplett ohne externes Netzteil auskam.
- DOAB: Das Suffix beschreibt die exakte Hardware-Konfiguration (oft die Revision der Platine, die Kabellänge oder das Steckerformat). Typischerweise besaßen diese Modelle einen DB25- (25-poligen) oder DB9- (9-poligen) seriellen Anschluss für den RS-232-Port des PCs
Warum war die Logimouse C7 so revolutionär?
- Stromversorgung über die serielle Schnittstelle: Vor der C7 benötigten optomechanische Mäuse fast immer ein klobiges, externes Netzteil oder eine eigene Steckkarte im PC. Die C7 nutzte als erste ihrer Art hocheffiziente CMOS-Technologie. Sie zog ihren Betriebsstrom direkt aus den Datenleitungen des seriellen Ports.
- Der „Rene Sommer“-Mikroprozessor: Im Inneren arbeitet ein von dem Schweizer Erfinder René Sommer entwickelter Mikroprozessor. Dieser verarbeitete die Signale der Kugel-Lichtschranken direkt in der Maus und übertrug sie als fertiges Protokoll. Das entlastete die damals noch sehr langsamen PC-Prozessoren massiv.
- Der Kampfpreis: Microsoft verlangte damals fast 200 US-Dollar für seine Mäuse. Logitech brachte die C7 für 99 US-Dollar auf den Markt. Das machte die Maus für Privatanwender und professionelle CAD-Anwender extrem attraktiv.
Technische Eigenschaften & Design
- Layout: Sie besitzt drei markante, eckige Tasten. Während unter MS-DOS meist nur zwei Tasten unterstützt wurden, war die dritte Taste für Unix-Workstations, CAD-Programme (wie AutoCAD) und Grafikprogramme (LogiPaint) essenziell.
- Multi-Protokoll fähig: Über interne Brücken (Jumper) auf der Platine konnte die Maus so umgestellt werden, dass sie nicht nur das eigene Logitech-Protokoll, sondern auch das weit verbreitete Microsoft Mouse-Protokoll oder das Mouse Systems-Protokoll emulieren konnte.
- Ergonomie: Aus heutiger Sicht wirkt das Gehäuse klobig, kantig und im Vergleich zu modernen Mäusen recht schwergängig und langsam. In den späten 80ern galt sie jedoch wegen ihrer präzisen optomechanischen Abtastung (Auflösung von ca. 200 DPI bzw. 8 Punkten pro Millimeter) als das Maß der Dinge.
Technische Daten
Anschluß:
Seriell (DB25)
Layout:
Mouse
option-1
Herstellerbezeichnung:
C7DOAB
Intern/Extern:
Extern
Baujahr:
1985 - 1989
Einführungspreis:
US-$
99.00
Verbaut in:
S/N:
