Parallel Printer Interface Card

Hersteller:

Diverse

Art des Zubehörs:

Interface/Adapter

Bei dieser Karte handelt es sich um eine parallele Centronics-Druckerschnittstelle (oft auch als Parallel Printer Interface Card bezeichnet). Es ist ein typischer Klon (Nachbau) aus asiatischer Produktion aus den frühen 1980er-Jahren.

Die Anschlüsse und Kabelkonfiguration

  • Der 20-polige Wannenstecker (IDC): Auf der Platine ist ein doppelreihiger 20-Pin-Stiftblock (Header) aufgelötet. Hier wird das Flachbandkabel aufgesteckt.

  • Signalweg: Anders als beim PC (wo am Computer ein männlicher Stecker saß), führte man das Signal beim Apple II direkt über diesen CN36-Stecker heraus.

Was bedeutet der CN36 ("Centronics") Anschluss für diese Karte?

  • Direktanschluss ohne Spezialkabel: Bei dieser Klon-Karte hat der Hersteller das Centronics-Kabel fest (oder über den Wannenstecker) direkt auf die Karte gelegt. Das bedeutet: Am Ende des Flachbandkabels hängt direkt die Buchse, die sonst im Drucker selbst verbaut war. Man konnte den Apple II über dieses Kabel direkt mit einem Standard-Centronics-Druckerkabel (Stecker auf Stecker) verbinden.
  • Typisches Design von Dritthersteller-Klonen: Während Apple bei seinen originalen Parallel-Karten (wie der Apple Parallel Printer Card) auf DB25-Anschlüsse am Gehäuse setzte, haben asiatische Klon-Hersteller in den 1980er-Jahren oft direkt CN36-Verbinder an die Flachbandkabel gecrimpt. Das war in der Produktion günstiger und sparte dem Nutzer den Kauf eines teuren Apple-Spezialkabels, da Standard-Centronics-Kabel damals extrem weit verbreitet und billig waren.

Technische Daten

Anschluß:

Apple II Bus

Layout:

Interface/Adapter

option-1

Herstellerbezeichnung:

Parallel Printer Card

Intern/Extern:

Intern

Baujahr:

1981 - 1986

Einführungspreis:

US-$

30.00

  • Das EPROM (Mitte): Der markante, weiße Keramikbaustein in der Mitte mit dem kleinen Sichtfenster (Quarzglas) ist ein 2716 EPROM (oder ein ähnlicher Typ). Unter dem Aufkleber befindet sich der Speicherchip für die Firmware. Das Fenster diente dazu, den Chip mittels UV-Licht zu löschen, um ihn neu zu programmieren.

  • Die Logikbausteine: Du hast völlig recht – der Rest der Karte besteht, genau wie du es beobachtet hast, ausschließlich aus 74er-Standard-Logikgattern (wie 74LS125, 74LS244 etc.). Diese regeln die Signalverstärkung, die zeitliche Abstimmung (Handshake) des Druckersignals und die Zuweisung des Speicherbereichs im Apple II.