Floppy Controller
Hersteller:
Unbekannt
Art des Zubehörs:
Interface/Adapter

Es handelt sich hier um einen historisch wertvollen Zeitzeugen der Klon-Kriege der frühen 80er Jahre. Während die originale Apple-Karte von Sammlern gesucht wird, sind solche extrem exakten, professionell gefertigten Klon-Karten mit dokumentierten Fabrikationsdaten aus dem Frühjahr 1981 für Historiker mindestens genauso spannend. Sie zeigen, wie perfekt die Industrie damals funktionierte, um den Heißhunger des Marktes nach Floppy-Controllern zu stillen.
Da sie die originalen PROM-Chips besitzen, verhalten sie sich technisch zu 100 % wie eine originale Apple-Karte.
Technische Daten
Anschluß:
Apple II Bus
Layout:
Interface/Adapter
option-1
Herstellerbezeichnung:
46315A
Intern/Extern:
Extern
Baujahr:
1982
Einführungspreis:
DM
98.00
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Softwaregetriebener Controller: Während andere Controller-Karten der Epoche Dutzende von Logik-ICs oder teure, dedizierte Controller-Chips benötigten, nutzte Wozniak die Rechenkraft der Apple-II-CPU (6502). Die Karte selbst besitzt im Grunde keine eigene "Intelligenz".
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Die Bauteil-Bestückung: Die Karte kommt mit extrem wenigen Bauteilen aus:
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Nur acht simple Logik-Chips (74-Serie).
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Ein winziges State-Machine-PROM (oft als "P5" oder "P5A" bezeichnet), das die grundlegende Ablaufsteuerung für das Lesen und Schreiben von Daten regelt.
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Ein Boot-ROM (bezeichnet mit "P6" oder "P6A"), welches den eigentlichen Startcode (Bootloader) für das DOS-Betriebssystem enthält.
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GCR-Kodierung: Statt der damals üblichen MFM- oder FM-Kodierung entwickelte Wozniak das GCR-Verfahren (Group Coded Recording), um Daten extrem effizient auf der Magnetscheibe zu platzieren. Das sparte teure Hardware-Komponenten ein und verlagerte die Logik komplett in die Software.
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Zwei Laufwerke pro Karte: Die Karte besitzt an der Oberseite zwei 20-polige Pfostenstecker. Sie kann standardmäßig ein Primärlaufwerk (Drive 1) und ein Sekundärlaufwerk (Drive 2) ansteuern.
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Schnittstellen-Position: Im Normalfall wurde die Disk II Interface Card im Slot 6 des Apple II betrieben. Beim Einschalten des Computers sprang der Apple II direkt in das Boot-ROM der Karte und startete die Diskette in Laufwerk 1.
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Speicherkapazität: Ursprünglich bot die Karte Platz für 114KiB pro Diskettenseite (unter Apple DOS 3.2 mit 13 Sektoren). Mit dem Erscheinen von DOS 3.3 im Jahr 1980 wurde das Timing im P6-ROM leicht optimiert, wodurch 140KiB (16 Sektoren) pro Seite gespeichert werden konnten.



