Sound Blaster 16 PCI (CT4740)
Hersteller:

Creative Labs
Art des Zubehörs:
Sonstiges

Die Creative Sound Blaster 16 PCI (Modell CT4740) ist eine interne Budget-Soundkarte aus dem Jahr 1998. Sie wurde von Creative Labs auf den Markt gebracht, um PC-Nutzern einen günstigen und unkomplizierten Audio-Einstieg über den damals moderneren PCI-Bus zu ermöglichen.
Technische Grundlagen & Verwirrung um den Namen
Obwohl die Karte offiziell als Sound Blaster 16 PCI (manchmal auch im Rahmen der AudioPCI 64V / PCI 128-Reihe) vermarktet wurde, hat sie technisch kaum etwas mit den legendären, ursprünglichen ISA-Karten der Sound-Blaster-16-Serie zu tun.
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Der Audio-Chip: Das Herzstück der Karte ist der Creative ES1373-Chip. Dieser basiert direkt auf der Audiotechnologie des Herstellers Ensoniq (bekannt für die AudioPCI-Karten), den Creative kurz zuvor im Jahr 1998 übernommen hatte.
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Kein echter FM-Synthesizer: Im Gegensatz zu den alten ISA-Karten besitzt die CT4740 keinen echten Yamaha-OPL-Hardware-Chip für FM-Synthese. Stattdessen nutzt sie eine Software-Emulation über Ensoniq-Samples (Wavetable), um alten DOS-Spielsounds Leben einzuhauchen.
Kompatibilität und Treiber
Die CT4740 wurde primär für Windows 95, Windows 98, Windows ME und Windows XP konzipiert. Unter diesen Systemen läuft sie dank nativer Plug-and-Play-Unterstützung (PCI-Bus) sehr stabil.
Das Problem mit DOS:
Unter reinem MS-DOS (oder dem MS-DOS-Modus von Windows) ist die Karte in der Retro-Gaming-Community berüchtigt. Da sie eine reine PCI-Karte ist, benötigt sie speicherhungrige DOS-Treiber-Emulationen, um die alte ISA-Infrastruktur (DMA-Kanäle und IRQs) vorzugaukeln. Viele DOS-Spiele verweigern damit den Dienst, und die Musik-Emulation klingt im Vergleich zu einer echten ISA-Sound-Blaster-16 oft ungenau oder "falsch".
Heutiger Wert für Retro-PC-Bastler
In der heutigen Vintage-Computing-Szene wird die CT4740 oft als günstige Übergangskarte gesehen. Sie eignet sich hervorragend, um einen späten Windows 98SE- oder Windows XP-Rechner schnell und kostengünstig mit solidem Stereo-Sound für damalige Windows-Spiele auszurüsten. Wer allerdings einen authentischen MS-DOS-Spiele-PC aufbauen möchte, greift meist lieber zu den älteren ISA-Modellen mit echtem OPL3-Chip (wie der CT1740 oder CT2230).
Technische Daten
Anschluß:
PCI
Layout:
Sonstiges
option-1
Herstellerbezeichnung:
CT4740
Intern/Extern:
Intern
Baujahr:
1998 - 2002
Einführungspreis:
DM
50.00
Verbaut in:
S/N:
Anschlüsse (I/O)
Die Karte ist spartanisch, bietet aber alle damals wichtigen analogen Standard-Schnittstellen für ein klassisches Stereo- oder leichtes Surround-Setup:
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Externe Anschlüsse (3,5 mm Klinke):
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Line-In (für externe Audioquellen)
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Mic-In (Mikrofon)
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Line-Out / Audio-Out (für Lautsprecher oder Kopfhörer)
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Hinweis: Je nach Treiber- und Software-Einstellung unterstützte die Hardware über die Buchsen auch ein 4-Kanal-Setup (4.1-Sound).
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Game-/MIDI-Port: Der typische 15-polige D-Sub-Anschluss für Joysticks oder externe MIDI-Geräte.
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Interne Anschlüsse: Steckplätze für analoge Audiokabel vom CD-ROM-Laufwerk (CD_IN, AUX_IN, TAD).
