Original
Notator
C-Lab
Beschreibung:
Das Hauptprogramm C-Lab Notator (später als Notator SL bezeichnet) ist einer der einflussreichsten und erfolgreichsten MIDI-Sequenzer in der Geschichte der digitalen Musikproduktion.
Gemeinsam mit dem Hauptkonkurrenten Cubase von Steinberg verwandelte der Notator den Atari ST ab den späten 1980er Jahren in das unangefochtene Herzstück professioneller Tonstudios weltweit.
Das Konzept: Creator vs. Notator
Das Programm wurde von Gerhard Lengeling und Chris Adam in Hamburg entwickelt. Es basierte auf einer cleveren Produktteilung:
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C-Lab Creator (1987): Dies war das reine, extrem schnelle und timingfeste MIDI-Sequenzer-Programm. Es war rein für das Einspielen, Editieren und Wiedergeben von MIDI-Daten konzipiert.
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C-Lab Notator (1988): Der Notator basierte zu 100 % auf dem Code des Creator, brachte jedoch ein bahnbrechendes Zusatzmodul mit: einen hochprofessionellen, voll integrierten grafischen Noteneditor mitsamt einer mächtigen Notendruck-Funktion (Score Editor). Erstmals konnten Musiker am Bildschirm Noten direkt setzen, bearbeiten und in Studioqualität auf Papier ausdrucken, während das Lied lief.
Technische Highlights & Arbeitsweise
Der Notator unterschied sich in seiner Philosophie grundlegend von heutigen DAWs (Digital Audio Workstations) oder dem damaligen Konkurrenten Cubase:
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Pattern-basiertes Arbeiten: Statt eines fortlaufenden "Tonbands" (wie bei modernen Programmen) dachte der Notator in Mustern (Pattern). Man programmierte beispielsweise ein 4-Takt-Pattern für die Strophe und ein anderes für den Refrain. Im sogenannten Arrange-Mode wurden diese Patterns dann flexibel zu einem fertigen Song aneinandergereiht.
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Die 4 Ebenen (A–D): Ein massiver Vorteil war, dass der Notator bis zu vier Patterns gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen abspielen konnte. So konnte Ebene A das Schlagzeug-Pattern linear durchlaufen lassen, während Ebene B und C flexibel Variationen für Gesang oder Soli einspielten. Insgesamt bot das System 64 MIDI-Spuren.
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Legendäres Timing („MRA“): Das Programm griff direkt auf die Hardware-Ebene des Atari ST zu (unter Umgehung des langsameren Betriebssystems TOS). In Verbindung mit den integrierten MIDI-Ports des Atari bot der Notator ein bis dahin unerreicht präzises, absolut jitterfreies Timing. Bis heute schwören Techno- und Synth-Pop-Produzenten auf den "Notator-Groove".
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Groove Design & Quantisierung: Mit Einführung der Versionen 2.0 und 3.0 kamen hochentwickelte, "intelligente" Quantisierungsfunktionen hinzu. Man konnte das Timing von live eingespielten Noten nicht nur starr korrigieren, sondern ihnen ein menschliches, leicht unperfektes Gefühl (Shuffle / Groove) verleihen.
Art:
Anwendung
Erschienen:
1988
Medium:
3,5" Diskette
Originaldatenträger:
Original
Einführungspreis:
DM
650.00








