Original
Apple DOS 3.3
Apple Computer Inc.
Beschreibung:
DOS 3.3 war extrem unkompliziert. Es besaß keine Verzeichnisstrukturen (alle Dateien lagen in einer einzigen, flachen Liste auf der Diskette), war pfeilschnell geladen und belegte nur sehr wenig des kostbaren Arbeitsspeichers (ca. 10 KB). Nahezu die gesamte kommerzielle Software und die legendären Spiele der frühen 80er-Jahre (wie Ultima, Wizardry oder Choplifter) wurden auf DOS 3.3-formatierten Disketten ausgeliefert.
Der Hauptgrund für das Update auf die Version 3.3 war eine revolutionäre Software-Änderung, die die Speicherkapazität der Disketten massiv erhöhte.
Der Geniestreich: Von 13 auf 16 Sektoren
Die wichtigste Neuerung von DOS 3.3 betraf die Art und Weise, wie Daten auf den 5,25-Zoll-Disketten des Disk II-Laufwerks gespeichert wurden:
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DOS 3.2 (alt): Nutzte 13 Sektoren pro Spur, was zu einer Gesamtkapazität von knapp 114 KB pro Diskettenseite führte.
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DOS 3.3 (neu): Dank eines von Steve Wozniak optimierten Codes für die Lese-/Schreib-Schaltkreise (GCR-Kodierung) konnte DOS 3.3 nun 16 Sektoren pro Spur beschreiben. [1]
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Das Ergebnis: Die Kapazität sprang schlagartig auf 140 KB pro Diskette – ein kostenloser Speicherplatz-Gewinn von über 20 % allein durch ein Software-Update. [1]
Wichtige Besonderheiten und Befehle
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Das Master-Create-Konzept: DOS 3.3 wurde als sogenannte „System Master“-Diskette ausgeliefert. Mit dieser bootete man den Rechner. Da DOS nach dem Laden komplett im Arbeitsspeicher lag, konnte man danach eine leere Diskette einlegen und diese mit dem Befehl INIT HELLO formatieren. Dabei wurde das DOS direkt auf die neue Diskette kopiert, sodass diese fortan selbstständig bootfähig war.
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Befehlssatz: Die Steuerung war minimalistisch und direkt mit dem Apple-BASIC (Integer BASIC oder Applesoft BASIC) verzahnt. Bekannte Befehle waren:
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Die Dateitypen: Im Catalog-Menü signalisierte DOS 3.3 den Dateityp durch einen einzelnen Buchstaben vor dem Dateinamen: A für Applesoft BASIC, I für Integer BASIC, B für Binärdateien (Maschinencode) und T für reine Textdateien.
Kompatibilitätsprobleme und die "Basics"-Diskette
Da DOS 3.3 die Spuren anders aufteilte als DOS 3.2, konnten alte Disketten nicht direkt gelesen werden. Apple legte dem DOS 3.3 System Master deshalb zwei Dinge bei:
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Ein Konvertierungsprogramm namens MUFFIN, das Dateien von 13-Sektor-Disketten auf das neue 16-Sektor-Format kopieren konnte.
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Die sogenannte BASICS-Diskette: Ältere Apple II-Modelle hatten das Ur-BASIC (Integer BASIC) fest auf der Hauptplatine verbaut, während neuere Modelle (wie der Apple II Plus) das modernere Applesoft BASIC besaßen. Die BASICS-Diskette erlaubte es, das jeweils fehlende BASIC temporär in die Speichererweiterung (Language Card) zu laden, um maximale Kompatibilität zu garantieren.
Art:
Betriebssystem
Erschienen:
1980
Medium:
5,25" Diskette
Originaldatenträger:
Original
Einführungspreis:
US-$
60.00







