Original
ProDOS 1.0
Apple Computer Inc.
Beschreibung:
ProDOS 1 (was für Professional Disk Operating System steht) wurde von Apple im Oktober 1983veröffentlicht. Es war der lang ersehnte, moderne Nachfolger des veralteten DOS 3.3 und wurde schnell zum neuen Standardbetriebssystem für die 8-Bit-Modelle der Apple-II-Reihe.
Der Hauptgrund für die Entwicklung war, dass das alte DOS 3.3 ausschließlich für 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerke gebaut war und weder mit größeren Speichermedien (wie Festplatten) noch mit modernen Ordnerstrukturen umgehen konnte.
Die wichtigsten Neuerungen in ProDOS 1
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Echte Ordnerstrukturen (Hierarchisches Dateisystem): Während bei DOS 3.3 alle Dateien unaufgeräumt in einer einzigen langen Liste auf der Diskette lagen, führte ProDOS echte Unterverzeichnisse (Subdirectories) ein. Man konnte seine Daten nun genau wie auf modernen PCs in Ordnern sortieren.
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Riesige Speicherkapazitäten: Das alte DOS kapitulierte vor großen Datenmengen. ProDOS konnte Laufwerke und Festplatten mit einer Partition von bis zu 32 Megabyte (MB) ansprechen – für das Jahr 1983 eine astronomische Zahl.
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Unterstützung für RAM-Disks: Besaß ein Apple IIe oder IIc 128 KB Arbeitsspeicher oder mehr, spaltete ProDOS die zusätzlichen 64 KB ab und emulierte daraus ein virtuelles, extrem schnelles Diskettenlaufwerk direkt im Arbeitsspeicher.
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Standardisierte Hardware-Treiber: ProDOS brachte ein einheitliches System mit, wie Erweiterungskarten (z. B. Uhrenkarten oder serielle Karten für Drucker) mit dem Betriebssystem kommunizierten. Programme mussten nun nicht mehr für jede Karte mühsam einzeln umprogrammiert werden.
Die Architektur: Kernel und Interpreter
Im Gegensatz zu DOS 3.3 war ProDOS modular in zwei Schichten aufgeteilt:
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Der ProDOS-Kernel (MLI - Machine Language Interface): Das eigentliche Herzstück des Betriebssystems (PRODOS). Er regelte rein im Hintergrund die Zuweisung von Speicherplätzen, das Lesen und Schreiben von Blöcken auf der Diskette und die Kommunikation mit der Hardware.
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Das BASIC.SYSTEM: Der sogenannte System-Interpreter. Da der Kernel selbst keine Benutzereingaben verstand, lud ProDOS beim Start automatisch die Datei BASIC.SYSTEM. Erst dieses Zusatzprogramm übersetzte die bekannten Tastaturbefehle (wie CATALOG, SAVE oder LOAD) für den Kernel.
Der Stammbaum: Ein Kind des Apple ///
Technisch basierte ProDOS 1 fast gar nicht auf dem alten Apple DOS 3.3. Stattdessen nahm Apple das hochentwickelte Betriebssystem SOS (Sophisticated Operating System) des glücklosen Business-Computers Apple /// (Apple 3) und schrumpfte es so weit zusammen, dass es auf der 8-Bit-Architektur des Apple II lief. Deshalb nutzen Apple-///- und ProDOS-Disketten exakt dasselbe Dateiformat und können nativ untereinander ausgetauscht werden
Art:
Betriebssystem
Erschienen:
1983
Medium:
5,25" Diskette
Originaldatenträger:
Original
Einführungspreis:
DM
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