Original
Turbo Pascal 3.0 deutsch
Borland International / Heimsoeth Software
Beschreibung:
Turbo Pascal 3.0 für den Apple II war eine Besonderheit, da es nicht nativ auf dem 6502-Prozessor des Apple lief, sondern das CP/M-Betriebssystem und eine Z80-Zusatzkarte benötigte.
Während Apple für seine Computer das eigene, auf P-Code basierende Apple Pascal anbot, brachte Borland mit Turbo Pascal 3.0 die damals schnellste Entwicklungsumgebung auf den Apple II.
Die technischen Voraussetzungen
Um Turbo Pascal 3.0 auf einem Apple II (wie dem Apple II+ oder IIe) zu betreiben, benötigte man eine spezielle Hardware-Erweiterung:
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Z80-Coprozessor-Karte: Am bekanntesten waren das Microsoft Softcard oder die Applicard. Diese Karten brachten einen Z80-Prozessor in den Apple II.
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CP/M-Betriebssystem: Nach dem Booten von CP/M lief der Apple II faktisch als CP/M-Rechner (CP/M-80), wodurch Standard-CP/M-Software geladen werden konnte.
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80-Zeichen-Karte: Für ein vernünftiges Arbeiten im Editor war eine Textkarte für 80 Spalten dringend empfohlen.
Besonderheiten der Version 3.0 auf dem Apple II
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Integrierte IDE: Wie auf dem PC bot Turbo Pascal eine All-in-one-Umgebung aus Texteditor, Compiler und Laufzeitsystem.
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Enorme Geschwindigkeit: Der Compiler übersetzte den Quelltext direkt im Arbeitsspeicher in echten Z80-Maschinencode. Das war um ein Vielfaches schneller als das native, langsame Apple Pascal(UCSD-Pascal).
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Keine native Grafikunterstützung: Das offizielle Handbuch von Borland wies darauf hin, dass die eingebauten Grafikbefehle der Version 3.0 exklusiv für IBM-PCs gedacht waren. Wer auf dem Apple II hochauflösende Grafiken (Hires) nutzen wollte, musste auf externe Bibliotheken wie die Apple II CP/M Turbo Pascal Graphics Toolbox zurückgreifen.
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Anpassung via TINST: Da der Apple II über CP/M keinen standardisierten Bildschirm besaß, musste das Terminal-Layout (z. B. für die Cursorsteuerung) vorab über das Borland-Hilfsprogramm TINST.COMeingerichtet werden (häufig unter der Einstellung Soroc 120 / Apple CP/M).
Warum die deutsche Version 3.0?
In Deutschland wurde Turbo Pascal 3.0 extrem populär, weil Borland (bzw. deutsche Distributoren) vollständig eingedeutschte Handbücher beilegte. In Schulen und Universitäten, in denen der Apple II mit Z80-Karte als erschwinglicher Ausbildungscomputer stand, wurde diese Kombination Mitte der 1980er Jahre zu einem Standardwerkzeug, um strukturiertes Programmieren zu lernen.
Art:
Utility
Erschienen:
1985
Medium:
5,25" Diskette
Originaldatenträger:
Original
Einführungspreis:
DM
148.00





