Mini Floppy Disc 5,25" HD

Kapazität:

1.2

MB

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Die 5,25" HD-Diskette (High Density) war die letzte und leistungsfähigste Evolutionsstufe dieses Formats. Eingeführt 1984 mit dem IBM PC/AT, bietet sie eine Kapazität von 1,2 MB. Um diese Datenmenge auf der gleichen Fläche unterzubringen, nutzt sie 80 Spuren pro Seite und eine deutlich höhere Schreibdichte.

Der entscheidende Unterschied zu den älteren DD- oder QD-Disketten liegt in der Magnetisierung (Koerzitivkraft): HD-Medien benötigen ein wesentlich stärkeres Magnetfeld (ca. 600 Oersted), um Daten dauerhaft zu speichern, während DD-Medien nur etwa 300 Oersted benötigen.

Warum man HD-Disketten nicht für Commodore, Atari oder Apple verwenden darf

Obwohl HD-Disketten physisch in die Laufwerke passen, führt ihre Verwendung bei klassischen 8-Bit-Systemen (C64 mit 1541/1571, Atari 1050, Apple Disk II) zu massiven Problemen:

  1. Zu schwache Schreibköpfe: Die Laufwerke von Commodore, Atari und Apple sind für DD-Medien ausgelegt. Ihr Magnetfeld ist zu schwach, um die hochkoerzitive Partikelschicht einer HD-Diskette zuverlässig zu durchdringen. Das Ergebnis ist eine extrem unzuverlässige Speicherung; Daten können oft kurz nach dem Schreiben nicht mehr gelesen werden.

  2. Inkompatible Spurbreite: HD-Laufwerke schreiben sehr schmale Spuren (für 80 Spuren ausgelegt). Die alten 8-Bit-Laufwerke haben viel breitere Schreib-Lese-Köpfe (für 40 Spuren). Wenn ein breiter Kopf versucht, auf ein Medium zu schreiben, das für schmale Spuren optimiert ist, kommt es zu magnetischen Überlagerungen und Fehlern.

  3. Fehlende Unterstützung der Kapazität: Da die Controller dieser alten Rechner fest auf niedrigere Taktfrequenzen und Sektorenzahlen eingestellt sind, können sie die 1,2 MB Kapazität physikalisch gar nicht adressieren. Selbst wenn die Formatierung scheinbar klappt, ist ein Datenverlust vorprogrammiert.

  4. Hardware-Schäden (theoretisch): Zwar zerstört die Diskette das Laufwerk nicht mechanisch, aber der Versuch, ein HD-Medium mit einem DD-Kopf dauerhaft zu nutzen, führt zu Frust durch "schlechte Sektoren", die scheinbar zufällig auftauchen.

Fazit: Eine HD-Diskette ist für einen C64, Atari oder Apple II unbrauchbar. Für diese Systeme solltest du ausschließlich nach echten DD-Disketten (Double Density) suchen, um deine Daten sicher zu bewahren.

Magnetische Eigenschaften

  • Völlig neues Magnetmaterial (600 Oersted): Das ist der größte physikalische Unterschied zu allen vorherigen Typen. Statt einfachem Eisenoxid wurde die Folie mit Kobalt-dotiertem Eisenoxidbeschichtet. Dieses Material ist magnetisch viel "härter".

  • Stärkeres Magnetfeld nötig: Um die härtere Schicht zu beschreiben, benötigt das Laufwerk einen Schreibkopf mit einer deutlich höheren magnetischen Feldstärke (höherer Schreibstrom). Ein altes DD-Laufwerk kann eine HD-Diskette physikalisch nicht löschen oder beschreiben. [1]

  • Extrem enge Spuren (96 TPI): Wie schon bei der QD-Diskette werden 80 Spuren pro Seite extrem dicht nebeneinander auf die Scheibe geschrieben.

  • Enge Datenpunkte: Durch die kobalt-dotierte Schicht können die magnetischen Impulse auf der Spur extrem nah zusammenrücken, ohne sich gegenseitig zu stören oder zu löschen.

  • Kapazität: Der absolute Standard auf dem PC (ab dem IBM AT) waren 1,2 MB Speicherplatz.

Kurz gesagt: Eine HD-Diskette ist nicht einfach nur enger bespielt, sondern nutzt ein völlig anderes magnetisches Material. Sie speichert mehr als dreimal so viele Daten wie eine DD-Diskette, funktioniert wegen der harten Magnetschicht aber nur in speziellen HD-Laufwerken.