Mini Floppy Disc 5,25" SS/DD

Kapazität:

180

kB

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Die 5,25" SS/DD-Diskette (Single Sided / Double Density) war der logische Nachfolger des SS/SD-Formats und dominierte die frühen 1980er Jahre. Durch die Verdopplung der Aufzeichnungsdichte (Double Density) konnten bei gleicher physischer Fläche deutlich mehr Daten gespeichert werden, meist zwischen 160 KB und 180 KB pro Seite.

Obwohl die Magnetschicht theoretisch hochwertiger war als bei SD-Medien, blieben die Disketten einseitig spezifiziert. Nutzer halfen sich oft mit einem Diskettenlocher, um die Schreibschutzkerbe auf der gegenüberliegenden Seite nachzustanzen und das Medium als „Flippy Disk“ (Wendediskette) beidseitig zu nutzen.

Nutzung unter Nicht-PC-Systemen

In der Blütezeit der Heimcomputer wurde die SS/DD-Diskette zum Standardmedium, wobei jedes System die Kapazität anders ausreizte:

  • Commodore (C64/C128): Das berühmte Laufwerk Commodore 1541 nutzte SS/DD-Rohlinge. Durch das spezielle GCR-Verfahren wurden 170 KB pro Seite gespeichert (aufgeteilt in 35 Spuren). Da das Laufwerk nur einen Schreib-Lese-Kopf hatte, war das manuelle Umdrehen der Diskette bei Commodore-Nutzern fast schon ritueller Alltag.

  • Atari (XL/XE-Serie): Mit dem Erscheinen des Atari 1050 Laufwerks wurde die „Enhanced Density“ (oft auch Medium Density genannt) eingeführt. Diese nutzte SS/DD-Medien, um 130 KB zu speichern. Spätere Software-Lösungen (wie MyDOS) konnten die vollen 180 KB (Double Density) aus den SS/DD-Disketten herausholen.

  • Apple II: Während der Apple II ursprünglich auf SD-Medien setzte, wurden später SS/DD-Disketten verwendet, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Das Format blieb meist bei den typischen 140 KB (ProDOS/DOS 3.3), da die Limitierung eher im Controller-Design des Disk II Laufwerks lag als im Medium selbst.

  • Tandy / TRS-80: Diese Systeme nutzten SS/DD-Disketten unter verschiedenen DOS-Varianten (wie TRSDOS), um etwa 180 KB zu speichern, was sie zu ernsthaften Arbeitsgeräten für Textverarbeitung und frühe Tabellenkalkulationen machte.

Magnetische Eigenschaften

Eine SS/DD-Diskette steht für Single-Sided / Double-Density (Einseitig / Doppelte Dichte). Im Vergleich zur älteren SD-Diskette kann sie bei gleicher Größe die doppelte Menge an Daten speichern.

Hier ist die einfache Zusammenfassung ihrer Eigenschaften:

  • Bessere Magnetschicht (300 Oersted): Das Material besteht zwar immer noch aus braunem Eisenoxid, die Partikel sind aber feiner und gleichmäßiger verteilt.

  • Engere Datendichte (Double Density): Durch die bessere Beschichtung können die magnetischen Impulse viel dichter hintereinander auf die Spur geschrieben werden. Die Daten rücken enger zusammen.

  • Gleicher Spuren-Abstand (48 TPI): Die Spuren liegen immer noch relativ weit auseinander (meist 40 Spuren). Die Erhöhung der Datenmenge kommt rein durch die engere Speicherung innerhalb der Spur zustande.

  • Kapazität: Auf einer solchen Diskette lassen sich (je nach Computer-System) typischerweise zwischen 160 KB und 360 KB an Daten sichern.

Kurz gesagt: Eine SS/DD-Diskette nutzt dieselbe Spuranzahl wie eine SD-Diskette, kann aber durch eine präzisere Magnetschicht doppelt so viele Datenpunkte auf derselben Fläche unterbringen.