MPS803

7 Nadel

Hersteller:

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Commodore Computer Ltd.

Der Commodore MPS 803 ist ein historischer 7-Nadel-Matrixdrucker (Nadeldrucker), den Commodore im Jahr 1985 als Zubehör für seine Heimcomputer-Reihe auf den Markt brachte. Er gehört zur bekannten MPS-Serie („Matrix Printer Serial“) und diente als direkter Nachfolger des älteren Modells MPS 801.

Herkunft und Design

Das Gerät wurde nicht von Commodore selbst entwickelt oder produziert, sondern von dem japanischen Hersteller Brother als Erstausrüster (OEM) gefertigt. Brother verkaufte unter der Bezeichnung M-1009 einen technisch fast identischen Drucker für den normalen PC-Markt.

Passend zu den damaligen Rechner-Modellen vertrieb Commodore den MPS 803 in zwei optischen Varianten:

  • Dunkelbraun / Beige: Passend zum klassischen Design des Commodore 64 (C64) und des C128.

  • Anthrazit / Schwarz: Passend zur optischen Linie der 264-Serie (Commodore Plus/4, C16 und C116).

Technische Merkmale im Überblick

  • Druckkopf & Auflösung: Der Drucker arbeitet mit einem 7-Nadel-Druckkopf. Das Standard-Schriftbild basiert auf einer 6x7- oder 7x6-Punktmatrix.

  • Geschwindigkeit & Richtung: Er schafft ca. 60 Zeichen pro Sekunde. Im Gegensatz zum MPS 801 beherrscht er den bidirektionalen Druck, schreibt also beim Hin- und Rückweg des Druckkopfes.

  • Anschluss: Er wird über den standardmäßigen, seriellen Commodore-IEC-Bus (6-poliger Rundstecker) direkt an den Computer gekoppelt. Auf der Rückseite befinden sich zwei Anschlüsse, um weitere Geräte (wie eine 1541-Floppy) in Reihe („Daisy-Chain“) dranzuhängen.

  • Geräteadresse: Über einen Schalter an der Rückseite lässt sich die Geräteadresse auf dem Bus unkompliziert zwischen 4 und 5 umschalten.

  • Papiereinzug: Standardmäßig verfügt der Drucker über einen Walzeneinzug für normale Einzelblätter. Für den Betrieb von perforiertem Endlospapier musste ein optionaler Traktor-Aufsatz (TU-803) separat erworben werden.

Die große Schwachstelle: Fehlende Unterlängen

Da der Druckkopf hardwareseitig nur 7 Nadeln besitzt, besaß der MPS 803 keine echten Unterlängen bei Kleinbuchstaben. Buchstaben wie „g“, „j“, „p“, „q“ oder „y“ saßen somit fälschlicherweise auf derselben Grundlinie wie alle anderen Zeichen und ragten nicht nach unten heraus. Dies wirkte optisch unschön und erschwerte das Lesen von längeren Texten. Später halfen sich Anwender und Softwareentwickler (z.B. beim Betrieb unter dem Betriebssystem GEOS) mit komplexen Softwaretricks, die die Unterlängen grafisch zusammensetzten.

Technische Daten:

Druckgeschwindigkeit:

60

Zeichen/Sekunde

Abmaße (Grundgerät):

70 x 330 x 190 mm

Gewicht:

2

kg

Farbe:

Monochrom

Herstellungszeitraum:

1984 - 1988

Einführungspreis:

DM

550.00

Anschlüsse:

Schnittstelle:

Seriell/IEC