Datasette 1530 (C2N Modell B) (Silver Label)
Hersteller:

Commodore Computer Ltd.

Beschreibung:
Die Commodore Datassette C2N-B (auch bekannt als Modell 1530) ist eines der ikonischsten Peripheriegeräte der 8-Bit-Ära. Während die allererste C2N-Generation noch ein klobiges, eckiges, schwarzes Gehäuse für den PET besaß, bezeichnet das Suffix „-B“ die extrem weit verbreitete, abgerundete Gehäuseform im typischen Commodore-Beige. Sie diente am VC20 und C64 als erschwingliche Alternative zu den teuren Diskettenlaufwerken.
Unter Sammlern nehmen die allerersten Modelle mit dem silbernen Label einen ganz besonderen Stellenwert ein.
Die "Silver Label"-Modelle der ersten Serie
Als Commodore Anfang der 1980er-Jahre die Produktion der C2N-B für den damals neuen VC20 (und kurz darauf für den C64) startete, kamen die Geräte in einer optischen Variante auf den Markt, die sich deutlich von den späteren Massenmodellen unterscheidet.
Die wichtigsten Merkmale dieser frühen Geräte sind:
- Das silberne Metall-Label: Das auffälligste Merkmal befindet sich direkt über bzw. hinter dem Kassettenfach-Fenster. Hier glänzt eine gebürstete, silberne Aluminium-Plakette mit schwarzem Aufdruck. Spätere Modelle hatten dort nur noch einen matten, grauen oder braunen Aufkleber mit großen Logos.
- Schmaler Commodore-Schriftzug: Der Markenname „commodore“ ist in einer schmalen, eleganten Schriftart gehalten. Es fehlen die markanten bunten „Rallye-Streifen“ (Regenbogen-Streifen), die erst später mit dem C64-Marketing standardisiert wurden.
- Rote SAVE-Leuchte ganz links: Die LED, die das Schreiben von Daten signalisiert, sitzt bei diesen Ur-Modellen auf der linken Seite oberhalb der Bedientasten (nahe dem Zählwerk). Bei den späteren, in Taiwan produzierten Standardmodellen wanderte diese LED meist in die Mitte unter das Kassettenfenster.
- Weißes Zählwerk: Das mechanische Bandzählwerk besitzt weiße Ziffern auf schwarzem Grund, wohingegen viele spätere Revisionen (insbesondere aus japanischer Produktion) oft komplett schwarze oder andersfarbige Walzen nutzten.
Komfortfunktionen: Die 1530 brachte wichtige Neuerungen für den Alltag:
- Ein 3-stelliges mechanisches Bandzählwerk mit Reset-Knopf zum präzisen Notieren und Wiederfinden von Programmen auf der Kassette.
- Eine rote SAVE-LED (Schreib-Anzeige), die aufleuchtete, sobald der Computer Daten auf das Band übertrug.
- Speichermedium: Verwendet wurden handelsübliche Audio-Kompaktkassetten. Das digitale Aufzeichnungsverfahren war extrem robust und fehlertolerant, dafür aber sehr langsam (Ladezeiten von mehreren Minuten für ein einziges Spiel waren der Standard).
Technische Besonderheiten und Herkunft
Diese frühen Silver-Label-Datasetten wurden meist in Japan gefertigt (erkennbar am „Made in Japan“-Aufdruck auf der Unterseite). Sie nutzen intern oft ein anderes, mechanisch robusteres Laufwerkchassis als die späteren, millionenfach in Taiwan produzierten Budget-Modelle.
Da die Steuerung des Motors komplett vom Computer übernommen wird (über die spezielle 12-polige Platinenbuchse des VC20/C64), liest und schreibt die Datasette rein analoge Signale. Um Übertragungsfehler zu minimieren, speicherte Commodore alle Daten grundsätzlich zweimal hintereinander ab, was die Übertragungsrate auf extrem langsame ~300 Baud drückte – ein Nachteil, der später durch Software-„Turbo-Loader“ behoben wurde.
Heute sind die funktionsfähigen "Silver Label"-Datasetten gesuchte Sammlerstücke, da sie perfekt zum optischen Design der sehr frühen C64-Modelle (die ebenfalls ein silbernes Typenschild besitzen) passen.
Typ:
Propritär
Kapazität:
option-1
Kompatible Speichermedien:
Anschluß:
Propritär
Herstellungszeitraum:
1981 - 1982
Abmaße:
50 x 150 x 195 mm
Gewicht:
700
g
Einführungspreis:
DM
149.00









